Interdisziplinäre Datenbanken
Diese Datenbanken verknüpfen Daten aus verschiedenen Fachbereichen, beispielsweise der Archäologie, Archäozoologie, Archäobotanik, Geowissenschaft oder Paläoklimaforschung. Sie ermöglichen die gemeinsame Auswertung unterschiedlicher Datentypen und fördern so neue Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Umwelt. Gleichzeitig verbessern sie die Vergleichbarkeit, Nachnutzung und Vernetzung wissenschaftlicher Daten.
SEAD - The Strategic Environmental Archaeology Database - Multidisziplinäre Datenbank mit Fokus auf der Rekonstruktion der Mensch-Umwelt-Entwicklungen durch das Untersuchen von Proxies wie Paläoentomologie, Dendrochronologie, Molluskenanalysen, Archäobotanische Analysen, Pollen- und Bodenproben
BIAD - Big Interdisciplinary Archaeological Database - Archäologische Funddatenbank mit anthropologischen, archäobotanischen, archäozoologischen und Isotopen-Daten mit Fokus auf Eurasien vom Neolithikum bis zur Bronzezeit
COST-Action "Open Palaeoecological Data" PalaeoOpen -Die "COST-Action “Open Palaeoecological Data” (kurz PalaeOpen) ist ein stark interdisziplinäres Forschungsnetzwerk, welches durch die Finanzierung des Programms COST (European Cooperation in Science and Technology) die Entwicklung der Umwelt und die Wechselwirkungen mit verschiedenen Faktoren erforscht. Um den größten Ergebnisgewinn zu erzielen, werden Daten unterschiedlicher Fachbereiche hinzugezogen; neben der Archäozoologie beteiligen sich u. A. ForscherInnen vorwiegend aus der Paläoökologie, der Biologie, der Geologie und der Klimaforschung. Ein weiterer Aspekt ist die Vereinheitlichung der heterogenen Datenstrukturen, welche durch das Nutzen verschiedener Bereiche, aber auch durch individuelle Aufnahmesysteme resultieren. Das Ziel von PalaeOpen ist, Daten verschiedener Proxies sowohl im eigenen Forschungsbereich als auch im Gesamtkontext zu vereinen, um sie zu Forschungszwecken, zur Lehre, aber auch für öffentliche Zwecke verwendbar zu gestalten. Die verschiedenen Arbeitsgruppen, zum einen die Gemeinschaften von terrestrischen und aquatischen Daten, zum anderen Gruppen zur IT und Datenbank und zur weiterführenden Lehre und Nutzung der Daten, verfolgen spezifischere, interne Ziele und sollen durch Workshops, Meetings und Lehreinheiten für junge Wissenschaftler die mit der Fülle der Daten ausgestatteten Schwierigkeiten erarbeiten und tiefergehende Probleme lösen.
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